Gesellschaftsform für GbR-Gründer

GbR-Gründer unterschätzen oft Wahl der Gesellschaftsform

Unternehmen werden keinesfalls nur von Einzelkämpfern gegründet, ganz oft schließen sich mehrere Personen zusammen, um ihre Geschäftsidee gemeinsam zu realisieren – allerdings häufig, ohne sich dabei mit dem Thema Gesellschaftsrecht intensiver auseinanderzusetzen. Hierbei wird in Erwägung gezogen, bei der Gesellschaftsform die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) zu wählen. Die GbR ist sehr beliebt, vor allem bei jungen Gründern. Gelegentlich mangelt es nämlich an den finanziellen Mitteln, weshalb die Gründung einer GmbH nicht in Frage kommt.

Natürlich gibt es noch Alternativen zu GmbH und GbR, wie beispielsweise die Unternehmergesellschaft (UG). Allerdings bringen diese Alternativen oft deutliche Einschränkungen mit sich. Wer eine schnelle und unkomplizierte Lösung sucht, entscheidet sich daher gerne für die GbR. Allerdings sind sich Gründer nicht immer darüber im Klaren, welche Folgen diese Entscheidung nach sich zieht – immerhin verhält es sich so, dass die Gesellschafter einer GbR vollständig haften. Hierbei spielt es noch nicht einmal eine Rolle, wer eine Entscheidung trifft. Wenn Haftungsansprüche gegen die GbR geltend gemacht werden, haften die Beteiligten mit ihrem gesamten Privatvermögen. Wer sich mit dem Gesellschaftsrecht nicht ausreichend beschäftigt hat, kann dies leicht übersehen.
Die GbR muss deswegen als Personengesellschaft nicht automatisch eine schlechte Wahl sein. Allerdings gilt es das Risiko zu kennen und entsprechend zu bewerten. Gegebenenfalls findet sich eine geeignete Möglichkeit zur Absicherung. Bei Streitigkeiten mit Gläubigern oder Kunden haben die Gesellschafter durchaus die Möglichkeit, vor Gericht zu ziehen. Hiervor wird in der Praxis oft nur deshalb zurückgescheut, weil es an den finanziellen Möglichkeiten mangelt. Mit einer passenden Rechtsschutzversicherung lässt sich dieses Problem umgehen. Mittlerweile gibt es mehrere spezialisierte Versicherer, die sich mit ihren Rechtsschutzlösungen explizit an Gründer richten.

Einige dieser Lösungen sind sogar speziell auf ausgewählte Branchen zugeschnitten, um somit einen besonders guten Schutz zu bieten und gleichzeitig überschaubare Beiträge zu ermöglichen. Allerdings ist es wichtig, dass ein solcher Schutz rechtzeitig abgeschlossen wird. Wer einen Rechtsschutz erst im Bedarfsfall abschließt, ist zu spät dran.

Zum Thema Gesellschaftsform ist anzumerken, dass Gründer gut damit beraten sind, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Es ist immer besser, wenn eine Beratung durch einen erfahrenen Rechtsspezialisten erfolgt. Auf diese Weise ist es möglich, grundlegende Fehler von Beginn an zu vermeiden und somit sicherzustellen, dass sich die Gründer später um andere Aufgabenfelder kümmern können. Am besten ist, sich Rat bei einem Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Gesellschaftsrecht zu holen.

Dies ist ein Gastbeitrag von Rechtsschutz-Info24
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